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Bericht zur Bauausschusssitzung vom 28.06.2017

Der Bauausschuss befasste sich in der vergangenen Woche im öffentlichen Teil der Sitzung mit zahlreichen Bauanträgen bzw. Bauvoranfragen sowie der Festlegung der Küchenausstattung und den Ergebnissen der Bestandsaufnahme der Technik in der Stadthalle.Die sich anschließende nicht öffentliche Sitzung umfasste zwei Tagesordnungspunkte

Bauanträge/BauvoranfragenDas Gremium hatte über acht Vorhaben, die gemeinsam von Bürgermeister Frederick Brütting und VG-Bauamtsleiter Eberhard Gayer vorgestellt wurden, zu beraten und entscheiden.                     Für folgende Vorhaben wurde das erforderliche Einvernehmen gemäß § 36 Baugesetzbuch einstimmig erteilt: - Errichtung von Wohnhaus und Garage in der Ostlandstraße- Errichtung einer Dachgaube in der Adlerstraße 64- Befreiung für das Umsetzen der Müllbox in der Jakob-Uhlmann-Straße 9- Neubau Einfamilienwohnhaus mit Einliegerwohnung und Garagen in der Richard-Wagner-Straße 12.Einstimmig abgelehnt hat das Gremium die Erteilung des erforderlichen Einvernehmens nach § 36 BauGB für die folgenden Vorhaben: - Bauvoranfrage: Baufensterüberschreitung und andere Dachform zulässig? Banater Straße. Ausschlaggebend war für das Gremium hier, dass mit der Verbreiterung des Baufensters in Richtung des Nachbargrundstücks die Grundzüge der Planung berührt und benachbarte Gebäude erheblich beeinträchtigt werden. - Bauvoranfrage: Darf das Flst. 1608/2 mit einem Einfamilienhaus bebaut werden? Hauptstraße. VG-Bauamtsleiter Gayer machte deutlich, dass es hier sowohl um die Frage der grundsätzlichen Bebaubarkeit als auch der Erschließung geht. Da die Erschließung offensichtlich nicht gesichert ist, entschied der Bauausschuss gegen die Erteilung des Einvernehmens. - Bauvoranfrage: Bebauung mit zwei Doppelhäusern zulässig? Franz-Keller-Straße 3. Entscheidend für die Ablehnung war hier der städtebauliche Aspekt und die einhellige Meinung, dass das geplante Objekt überdimensioniert ist und sich nicht in die Umgebungsbebauung einfügt. Das Bauvorhaben in Lautern - Neubau Einfamilienhaus mit Doppelgarage, Unterm Stein - wurde aufgrund der Bedeutung der Bebauung zunächst zur Vorberatung an den Ortschaftsrat (Sitzung am 12. Juli 2017) verwiesen. Geplant sind hier zwei Vollgeschosse und eine entsprechende Gesamthöhe, was der dortige, rund vierzig Jahre alte Bebauungsplan nicht zulässt. VG-Bauamtsleiter Gayer wies darauf hin, dass auch hier die Grundzüge der Planung tangiert werden. Außerdem könne eine Befreiung Signalwirkung haben und Berufungsfälle nach sich ziehen. Andererseits stand das Grundstück bereits jahrelang zum Verkauf und laut Ortsvorsteher Bernhard Deininger ist das Vorhaben im Sinne einer gewünschten Entwicklung an dieser Stelle begrüßenswert. Der Bauausschuss wird dann nach der Beratung im Ortschaftsrat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause am 26.Juli über das Vorhaben entscheiden. Der Beschluss erfolgte ebenfalls einstimmig.  Stadthalle - Festlegung der KüchenausstattungArchitekt Wolfgang Stark berichtete einleitend auf Nachfrage von Bürgermeister Frederick Brütting, dass der geplanten Einweihung des Jugendbüros am 07. Juli 2017 nichts entgegenstehe. Man befinde sich mit der Fertigstellung auf der Zielgeraden und das Jugendbüro stelle einen schönen Anfangsstein für das neue Quartierzentrum dar. Der Vorsitzende informierte außerdem über die formelle Bewilligung des SIQ (Soziale Integration im Quartier) Zuschusses in Höhe von 900.000 €, die zusätzlich zu den Mitteln des Städtebauförderprogramms „Soziale Stadt“ zur Verfügung stehen. Herr Stark erinnerte an die im Rahmen der Vorstellung des Gesamtkonzepts im Januar beschlossene Lage der Küche (süd-östliche Gebäudeecke, über den Sanitäranlagen im EG), die notwendigen baulichen Fluchtwege, die Bypass-Anbindung der Küche ans Foyer sowie die platzsparende Integration des Kühlraums in die Küche. Nachfolgend stellte er dem Gremium ausführlich die auf Grundlage der Besprechungsergebnisse mit den Vereinen und Nutzern erstellte und mit einem Küchenplaner erarbeitete Ausstattung der Küche (Variante 1 - Richtpreise, noch keine Ausschreibung!) vor. Diese umfasst die folgenden Bereiche: Kochblockanlage mit Bräter und Dunstabzug in der Raummitte, Speisenausgabe, der sehr ausstattungsaufwändige Teil des Regenerierens (zahlreiche Schränke, Gläserspülmaschine, Combi-Dämpfer etc. nach entsprechenden Hygienevorschriften), Getränkeausgabe, Geschirrrücklauf, Salatwaschplatz, Kaffeestation und Lager. Insgesamt belaufen sich die Kosten inklusive Montage auf rund 108.000 € und überschreiten damit deutlich das vorgesehene Budget für die Küchenausstattung (45.000 € - nach heutigem Stand nicht förderfähig im Gegensatz zu den Kosten für die baulichen Aufwendungen und die notwendige Technik in Höhe von rund 86.000 €). Die unter Berücksichtigung verschiedener Einsparungsmöglichkeiten - v.a. durch die Nutzung von Bestand (z.B. Spülmaschine, Servierwagen, Edelstahltische, Schränke etc.) - von der Verwaltung erarbeitete und von Herrn Stark dargelegte Variante 2 stellt einen Kompromissvorschlag für einen sinnvollen und funktionierenden Arbeitsablauf dar und liegt mit ca. 65.000 € immer noch über dem Planungsansatz. Die Gremiumsmitglieder waren sich einig (Wortmeldungen von StRätin Anika Sturm, StR Thomas Abele, StR Karl Grötzinger, StR Roland Hegele, StR Günther Lux, StR Gerhard Kuhn, StR Alfred Kolb), dass eine funktionierende Bewirtung maßgeblich zum Erfolg von Veranstaltungen in der Stadthalle beiträgt und dafür eine gut ausgestattete Küche mit leistungsfähigen Geräten notwendig ist. Die Nutzung des Bestandes sei sinnvoll, es solle jedoch nicht noch weiter gespart und sichergestellt werden, dass nicht kurzfristig ein Austausch erforderlich ist. Nach ausführlichem Meinungsaustausch beschloss das Gremium einstimmig, dass die Ausschreibung der Küchenausstattung auf Grundlage der dargestellten Ausstattungsvariante 2 (mit Ergänzung Bräter bei der Kochblockanlage aus Variante 1) vorbereitet werden soll. Stadthalle - Ergebnisse Bestandsaufnahme TechnikStadtbaumeisterin Ulrike Holl informierte einleitend, dass sich im Zuge der Gesamtplanung gezeigt habe, dass eine Umnutzung der Räumlichkeiten nicht ohne weiteres möglich ist, da die technische und brandschutztechnische Ausstattung bei weitem nicht dem aktuellen Stand gerecht wird. Die Verwaltung hat zwei Fachplaner mit einer Bestandsaufnahme der Technik und deren Bewertung beauftragt. Daraus ergibt sich ein Maßnahmenpaket mit entsprechenden Kosten, um die Stadthalle wieder zu ertüchtigen. Herr Tobias Streit (Ingenieurbüro Streit aus Horn) stellte dem Gremium die Ergebnisse der Begutachtung der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungsanlagen mit zahlreichen anschaulichen Fotos im Detail vor: Im UG Problematik von Todleitungen Trinkwasser - große, überdimensionierte und nicht mehr genutzte Leitungen, die aus hygienischen Gründen zurückgebaut werden müssen. Die gesamte Trinkwasserinstallation muss auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden. Die vorhandene Kesselanlage zur Wärmeerzeugung kann nur noch im Handbetrieb bedient und nicht geregelt werden. Hiervon betroffen sind auch das Rosenstein-Gymnasium und das Hallenbad. Der Öltank wurde bereits entfernt; Regelung und Steuerung müssen erneuert werden. Hinsichtlich der Heizung ist eine neue Lösung über ein Contracting Modell mit der GEO geplant. Im Foyer ist die Deckenheizung undicht und seit Jahren nicht mehr in Betrieb, alte Radiatoren im WC Bereich sollten im sichtbaren Umfeld ausgetauscht werden. Zur Lüftungssituation erklärte Herr Streit, dass die Halle derzeit über keine funktionierende Lüftungsanlage verfügt, die jedoch für die vorgesehene Nutzung unbedingt notwendig sei. Die geschätzten Kosten für die Gewerke belaufen sich in der Summe auf rund 300.000 €.Das Ingenieurbüro Beirle aus Iggingen hat die Begutachtung der Elektroinstallationen durchgeführt, deren Ergebnisse von Herrn Elmar Beirle dargelegt wurden: Die Haupt- und Unterverteiler im UG sowie das Leitungsnetz entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik; hier ist eine komplette Erneuerung notwendig. Gleiches gilt für die Beleuchtung in der Halle (Halogendampflampen, nicht dimmbar), die auch entsprechend der neuen Architektur/Gestaltung gewählt werden sollen. Die im Zuge von Brandschutzmaßnahmen installierte Sicherheitsbeleuchtung mit Einzelbatterieleuchten im Bereich der Halle und der dazugehörenden Rettungswege soll wieder wie zuvor über eine wartungsfreundlichere Zentralbatterie betrieben werden. Verwendbare Komponenten der Rauchwarnanlage sollen übernommen und auf den geforderten baurechtlichen Stand gebracht werden; hierfür ist eine entsprechende Brandmeldeanlage notwendig. Gleiches gilt für die Bühnentechnik (Beleuchtung und Soundanlage) - vorhandenes, technisch einwandfreies Material soll weiter verwendet und neu verkabelt werden. Hier belaufen sich die geschätzten Kosten auf rund 400.000 €.Bürgermeister Brütting betonte abschließend, dass man mit den Fachplanern ein gutes Team gefunden habe - sie verstehen ihr Handwerk und sind mit der Planung auf dem Boden geblieben. Der Bauausschuss nahm die Ergebnisse der Bestandsaufnahme zur Kenntnis und beschloss einstimmig, dass die Technik vorschriftsgemäß in sinnvollen Bauabschnitten mit der Sanierung der Räume erneuert werden soll.

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