Sie sind hier: Startseite Heubach / Heubach / Aktuelles

Bericht zur Bauausschusssitzung vom 13.06.2018

Im öffentlichen Teil der Sitzung befasste sich der Bauausschuss mit einigen Bauanträgen bzw. Bauvoranfragen, Vergaben für den Aufzug im Rathaus und das Quartierzentrum Stadthalle sowie der Gestaltung des Areals um die Stadthalle.Im vorausgegangenen nicht öffentlichen Teil wurde ein Tagesordnungspunkt behandelt.  

Bauanträge/BauvoranfragenVG-Bauamtsleiter Eberhard Gayer und Bürgermeister Frederick Brütting stellten fünf Bauvorhaben vor, über die das Gremium zu beraten und entscheiden hatte.  Einstimmig wurde das erforderliche Einvernehmen gemäß § 36 Baugesetzbuch für folgende Vorhaben erteilt:- Errichtung eines Schotterplatzes, Flurstück 1027 in Heubach-Lautern. Dieser Antrag war bereits in der Bauausschusssitzung vom April auf der Tagesordnung und wurde zur Vorberatung an den Ortschaftsrat verwiesen, der in seiner Sitzung eine Empfehlung für die Zustimmung ausgesprochen hat. Der Schotterplatz soll vor allem als Parkplatz für die Mitarbeiter der dort ansässigen Gärtnerei dienen und damit den derzeit in Anspruch genommenen Wanderparkplatz entlasten.- Errichtung eines Gartenhauses in der Troppauer Straße 4, mit der Auflage, dass ein Mindestabstand von einem Meter zur öffentlichen Verkehrsfläche eingehalten wird.- Errichtung eines Einfamilienhauses mit Garage in der Scheuelbergstraße. Hier war man sich einig, dass die geplante Bebauung in zweiter Reihe dem Schließen einer klassischen Baulücke entspricht. Die Zustimmung der Angrenzer liegt vor und die Erschließung ist gesichert.  Einstimmig abgelehnt wurde die Errichtung einer beleuchteten Werbetafel in der Albstraße 1. Das VG-Bauamt empfahl für die 3 x 4 Meter große Werbetafel der Deutsche Plakat-Werbung GmbH nicht nur aus gestalterischen Gründen eine Ablehnung, sondern hob auf drei Tatbestände ab, die dem dort geltenden Bebauungsplan zuwiderlaufen: Die Werbung bezieht sich nicht auf die grundstückbezogene Nutzung (Tankstelle und Werkstatt), die Werbetafel liegt außerhalb der Baugrenze und befindet sich im Sichtfeld.  Ebenfalls einstimmig wurde die Errichtung eines Einfamilienhauses mit Garage im Rennsteigweg zurückgestellt, bis ein entsprechender Entscheid des Gemeinderats zur Erschließung des Bauplatzes (Kanal, Straße und Wasserleitung sind bis dato noch nicht gebaut) vorliegt. Die Erschließung des gesamten Baugebietes und weiterer Plätze sei für 2018 nicht geplant.  Aufzugsanlage Rathaus - VergabeBennet Kayser vom beauftragten Architekturbüro Kayser aus Aalen stellte dem Gremium drei mögliche Varianten eines sich in die bestehende Treppenanlage des Rathauses integrierenden Aufzugs (Angebote der Fa. thyssenkrupp GmbH) vor:- Variante 1 (mit 56.032 € die günstigste Variante) sieht eine Aufzugkabine mit dem Maßen 1,26 x 0,975 m vor, die nach DIN 18040-1 nicht barrierefrei ist. Für die Realisierung sind minimale bauliche Maßnahmen im Treppenhaus notwendig.- Variante 2 (mit 70.155 € ein mittelpreisiges Angebot) hat eine etwas größere Aufzugkabine (1,26 x 1,125 m) und ist nach der entsprechenden Norm ebenfalls nicht barrierefrei. Allerdings seien hier größere Eingriffe notwendig und eine große Lärm- und Schmutzentwicklung während der Bauphase sowie Einschränkungen im laufenden Betrieb in Kauf zu nehmen.- Variante 3 (hochpreisige Variante mit 104.410 €) ist als einzige der Varianten mit einer Aufzugkabine von 1,41 x 1,125 m nach DIN 18040-1 barrierefrei und nur mit großen baulichen Eingriffen und den entsprechenden Beeinträchtigungen zu realisieren. Stadtbaumeisterin Ulrike Holl betonte die Problematik eines Um-/Einbaus im Bestand und machte deutlich, dass aus Sicht der Verwaltung und des Planers im Hinblick auf Kosten und Nutzen nur Variante 1 in Frage komme. Diese sei für gehbehinderte Personen ausreichend und biete auch eine Erleichterung für die Mitarbeiter des Rathauses. Die Barrierefreiheit nach DIN Norm sei als zweitrangig anzusehen. Eine komplette Barrierefreiheit im Rathaus zu erreichen sei ohnehin schwierig, nicht nur weil es immer wieder Treppen gibt, die zu überwinden sind, sondern auch im Hinblick auf die Themen Türbreite, Türabsätze, barrierefreie WCs, Fluchtwege etc. Dies wäre laut Bürgermeister Brütting bei einem Neubau absolut notwendig, aber im Bestand nicht realisierbar. Das Thema Barrierefreiheit war dem Gremium (Wortmeldungen von StR Thomas Abele, StR Roland Hegele, StR Wolfgang Bittermann, StRätin Anika Sturm und StR Gerhard Kuhn) besonders wichtig, weshalb StR Hegele zunächst auch eine Lanze für die teuerste, nach DIN Norm barrierefreie Variante 3 brach. Er stellte dabei das Rathaus als wichtige Einrichtung für die Bürger dar und wies auf die Vorbildfunktion der Stadtverwaltung hin. Architekt Kayser sowie Bürgermeister Brütting und Frau Holl konnten klarstellen, dass die Varianten 1 und 2 zwar nach der DIN Norm nicht barrierefrei sind, der Aufzug aber dennoch mit Rollstuhl und Rollator benutzbar ist. Problematisch sei nur, dass sich die Tür nicht automatisch öffne - aber auch das wäre mit Variante 3 nicht zu ändern gewesen (nur Barrierefreiheit der Kabine). Ein Nichterfüllen der DIN Norm habe keine negativen Auswirkungen.  Das Gremium folgte nach ausführlicher Diskussion der Empfehlung der Verwaltung und entschied sich mehrheitlich bei einer Nein-Stimme (StR Günther Lux) für die günstigste Variante 1. Man war sich einig, dass der Mehrwert durch die DIN Norm die deutlich höheren Kosten der Variante 3 nicht aufwiege und die gewählte Variante 1 einen guten Kompromiss mit vorhandenen Strukturen darstelle. Bürgermeister Brütting hob abschließend die wichtige öffentliche Diskussion hervor, damit keine falschen Erwartungen entstehen.  Zu den weiteren Projekten der barrierefreien Eingangstür zum Rathaus sowie des Umbaus des öffentlichen WCs am Rathaus informierte Herr Kayser, dass derzeit Angebote eingeholt werden und eine entsprechende Vergabe im Juli erfolgen könne. Dritter Bauabschnitt Quartierzentrum Stadthalle - VergabenDipl.-Ing. Wolfgang Stark vom gleichnamigen Architekturbüro in Nördlingen stellte den Mitgliedern des Bauausschusses die Ergebnisse der beschränkten Ausschreibung für die Gewerke des dritten Bauabschnitts vor und hob auf die erneut geringe Resonanz bei den Interessenten ab. Für die notwendigen Flaschnerarbeiten wurde bis zur Submission kein Angebot abgegeben - hier wird eine erneute Ausschreibung erfolgen. Wie von der Verwaltung vorgeschlagen beschloss das Gremium einstimmig, die Gewerke an die jeweils günstigsten Bieterinnen zu vergeben:1. Rohbauarbeiten - Fa. Kolb, Heubach   - 68.870,87 € (Kostenberechnung 78.000 €)2. Aufzugsanlage - Fa. Rieser Aufzugbau, Nördlingen - 78.197,28 € (Kostenberechnung 71.029,32 €)3. Fliesenarbeiten - Fa. Häfner, Waiblingen - 16.087,61 € (Kostenberechnung 15.000 €)4. Abbrucharbeiten - Fa. Lis, Stettin - 36.088,54 € (Kostenberechnung 30.000 €)Die Gesamtauftragssumme liegt bei 199.244,30 €, die Kostenberechnung für die Gewerke war mit 192.225,32 € kalkuliert.Stadtbaumeisterin Ulrike Holl wies darauf hin, dass damit nun ca. 85% der Gesamtmaßnahme ausgeschrieben sind und eine große Summe bereits vergeben wurde. Im Großen und Ganzen könne man trotz der dürftigen Resonanz zufrieden sein. Soziale Stadt - Gestaltung des Areals um die StadthalleBürgermeister Brütting wies einleitend darauf hin, dass das Thema auch in der nächsten Gemeinderatssitzung auf der Tagesordnung stehe und informierte über den eingegangenen schriftlichen Bescheid über die beantragten Mittel.Landschaftsarchitekt Gerhard Kapeller aus Bopfingen ging auf die mittlerweile konkretisierte Planung ein und stellte dem Gremium ausführlich die drei Bauabschnitte vor: Bauabschnitt 1 umfasst den Bereich Hauptstraße, Karlstraße und das Umfeld der Stadthalle, Bauabschnitt 2 die Ostseite der Stadthalle sowie den Quartiers- und Schulhof und Bauabschnitt 3 das Umfeld der Stadthalle vor dem Hallenbad. Im BA 1 steht der Zugangsbereich der Stadthalle im Mittelpunkt - hier soll mehr Aufenthaltsqualität geschaffen werden, die Brunnenanlage zurückgebaut und eine bessere Wahrnehmung der Stadthalle erreicht werden. Die Fahrbahn soll auf 6,50 m verengt werden und eine Signalwirkung durch eine optische Markierung mit Farbe entstehen. Die Busbuchten werden breiter als bisher und barrierefrei. Es ist eine Mauer mit Sitzmöglichkeiten sowie eine Treppenanlage zu Schule und Schulhof vorgesehen. Gegenüber der Stadthalle ist neu ein Pavillon (Stahlkonstruktion mit Glasdach und Sitzpodest) für den Bereich der Haltestelle an der evangelischen Freikirche geplant. Aus bautechnischen Gründen habe man die Bauabschnitte BA 1 (Vorplatz) und BA 2 (rückwärtiger Bereich/Hof) geändert. Im BA 2 soll die Linde als zentraler Punkt erhalten bleiben, der hintere Grünbereich soll eine „Aktivzone“ (Tischtennis, Slackline) darstellen. Es können 16 Stellplätze für Veranstaltungen ausgewiesen werden. Die Priorität liegt bei einem gestalteten, attraktiven Schulhof mit multifunktionalem Einsatz. Die Andienung erfolgt über eine Laderampe. Der Steg soll mit einem Gitterrost (keine Rutschgefahr; ursprünglich vorgesehen: Holzbelag) versehen, die Treppen als Blockstufen realisiert werden.  Stadtbaumeisterin Holl ergänzte, dass mit der Genehmigung des Ausgleichstockantrags in voller Höhe nun eine Fördersumme von 765.000 € komplett einplanbar ist. Die angemeldeten Flächen seien außer der Verkehrsfläche komplett berücksichtig worden. Bei Gesamtkosten von ca. 888.000 € könne mit einem Zuschuss von rund 300.000 € gerechnet werden. Außerdem sollen die Steglösung/Terrassenbereich am hinteren Teil der Stadthalle (direkter Anbau am Gebäude) über das SIQ Förderprogramm (90% Förderung) realisiert werden.  Während die vorgestellte Planung insgesamt sehr positiv aufgenommen wurde, gab es hinsichtlich der von Herrn Kapeller vorgeschlagenen Änderung, bei den Podesten hinter der Stadthalle anstelle eines Holzbelags einen Gitterrost vorzusehen, von Seiten des Vorsitzenden und des Gremiums starke Einwände (schlechte Erfahrung bei der Silberwarenfabrik - Vereisen im Winter).  Bürgermeister Brütting fasste die folgenden Anregungen aus dem Gremium zusammen, die in die weitere Planung aufgenommen werden sollen: Belag auf dem Podest aus Holz, kein Gitterrost (BM, StR Abele, StR Bittermann), Darstellung der Schleppkurve (StR Abele, StR Lux), Ausweisen des Bereichs der Andienung (BM, StR Abele) sowie Weglassen der vorgesehenen Farbmarkierung/eingefärbte Fahrbahnfläche in der Hauptstraße aufgrund der Pflege und zwecks korrespondierender Gestaltung in der Gmünder Straße (StR Hegele, StR Bittermann). Darüber hinaus wurden in der Diskussion thematisiert: eine öffentliche Toilettenanlage (StR Kuhn - wurde im Bereich vor der Stadthalle als nicht sinnvoll erachtet, Realisierung eventuell im Bauabschnitt 3 möglich), Absprache hinsichtlich der Pausenhofgestaltung mit der Schule sowie den Nutzern der Halle (StR Abele - gemeinsamer Workshop mit 8er Rat geplant und Beteiligung der Schüler; noch keine Abstimmung mit den Nutzern) sowie Zugang gehandikapter Menschen zum Aufzug (StRätin Sturm - kann über Rampe erfolgen bzw. Nutzung des vorderen Eingangs). Nach ausgiebigem Meinungsaustausch stimmte das Gremium der vorgestellten Planung zu und sprach folgende Empfehlung für den Gemeinderat aus: Die Ausschreibung und Vergabe des 1. Bauabschnittes erfolgt Anfang 2019 / Ausführung 2020. Der 2. Bauabschnitt mit dem Schulhof soll 2020 ausgeschrieben und vergeben werden / Ausführung 2021. Der 3. Bauabschnitt wird zurückgestellt. SonstigesStR Günther Lux sprach den hinterlassenen Müll des kürzlich in Heubach gastierenden Zirkus sowie die zunehmende Vermüllung im Bereich der Glascontainer an. Erneut wurde die Frage gestellt, ob Kameras zur Überwachung angebracht werden können. Zum Zirkus machte Bürgermeister Brütting deutlich, dass dieser auf einer privaten Fläche stand und nicht von der Stadt genehmigt worden sei. Der Anhänger mit Müll, der sich danach auf städtischem Grund befand, wurde nach Einschalten der Polizei offenbar vom Zirkus selbst abgeholt. Der Vorsitzende betonte, dass es hier noch ein Nachspiel (Bußgeldbescheid) geben werde, da auch eine Plakatierung ohne Genehmigung erfolgt sei. Hinsichtlich der Müllsituation sprach Bürgermeister Brütting von einem deutschlandweiten Problem illegaler Müllablagerung. Er wies darauf hin, dass grundsätzlich die GOA dafür zuständig sei und die Stadt zur Not einspringe und den Unrat entferne (z.B. Bahnhofstraße). In der Scheuelbergstraße werde es im Zug der RÜB Realisierung eine neue Lösung bezüglich der Glascontainer geben, die eventuell auch für die Beiswanger Straße möglich sei. Aus datenschutzrechtlichen Gründen sei ein Kameraeinsatz nicht möglich.

Deutsch

Kontakt

Stadtverwaltung Heubach

Stadtverwaltung Heubach
Hauptstraße 53
73540 Heubach
E-Mail:
Tel.: (0 71 73) 181-0
Fax: (0 71 73) 181-49

Bezirksamt Lautern

Rosensteinstraße 46
73540 Heubach-Lautern
Tel.: (0 71 73) 89 41
Fax: (0 71 73) 92 91 00

Unsere Öffnungszeiten finden Sie hier.

Öffnungszeiten

Stadtverwaltung Heubach

Montag bis Donnerstag
8.30 Uhr bis 11.45 Uhr
Donnerstag
14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Freitag
08.30 Uhr bis 12.30 Uhr