Bericht zur Bauausschusssitzung vom 20.03.2019

Der Bauausschuss befasste sich im öffentlichen Teil der Sitzung mit einigen Bauanträgen bzw. Bauvoranfragen, der Anschaffung eines Minibaggers für den Bauhof und der Sanierung des Hallenbads sowie des Heubacher Schlosses.Die sich anschließende nicht öffentliche Sitzung umfasste zwei weitere Tagesordnungspunkte.

Bauanträge/BauvoranfragenVG-Bauamtsleiter Eberhard Gayer stellte fünf Vorhaben vor, über die das Gremium zu beraten und entscheiden hatte. Das erforderliche Einvernehmen gemäß § 36 Baugesetzbuch wurde für folgende Vorhaben einstimmig erteilt:Umlegung der Garage im Falkenweg, unter der Bedingung, dass der Nachbar keine Einwendungen vorbringt und die Straßenfläche frei bleibt.Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage und Stellplatz in der Michael-Braun-Straße 29. Die Bebauung einer bestehenden Baulücke wurde vom Gremium positiv bewertet. Nutzungsänderung: Zahnarztpraxis in der Beiswanger Straße 11/1. Auch dieses Vorhaben wurde vor allem im Hinblick auf eine Nutzungsintensivierung begrüßt.
 Mehrheitlich mit einer Enthaltung wurde die Erteilung des Einvernehmens abgelehnt für den Einbau eines Rolltores in den bestehenden Carport in der Hohenstaufenstraße 3. Hier war sich das Gremium weitestgehend einig, dass dem offensichtlichen Versuch, aus einem Carport eine Garage zu machen, nicht stattgegeben und die generelle Linie (Carport muss Carport bleiben) gehalten wird. Herr Gayer machte darüber hinaus deutlich, dass der Abstand zur Straße für eine Garage nicht ausreichend ist und ähnliche Anfragen in der Vergangenheit abgelehnt wurden.  Das Einvernehmen wurde mehrheitlich mit einer Nein-Stimme für den Neubau eines Einfamilienhauses mit Carport im Sommerrain in Lautern erteilt. Die beantragten Befreiungen wurden als notwendig angesehen, um das Grundstück mit seiner schwierigen Topographie überhaupt bebaubar zu machen.   Sanierung Hallenbad – 1. Bauabschnitt - Erneuerung der LüftungsanlageStadtbaumeisterin Ulrike Holl erinnerte rückblickend an die im September vergangenen Jahres außerordentlich einberufene Sitzung des Gemeinderats (Vor-Ort-Termin im Hallenbad) wegen des vom Bund aufgelegten Zuschussprogramms zur „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“, das ein schnelles Handeln im Hinblick auf eine Bewerbung erforderlich machte. Gefördert werden bei diesem Programm die bauliche Sanierung von Sportstätten, Schwimmhallen und Freibädern mit einem Zuschuss von 45 % bei Kosten von mindestens 2,2 Millionen Euro. Frau Holl stellte fest, dass die für Ende 2018 angekündigte Vorauswahl des Bundesministeriums des Inneren bis dato immer noch nicht erfolgt ist und diesbezüglich keinerlei Auskunft gegeben werde. Als neuer Termin für die Projektentscheidung wurde von der Pressestelle März/April genannt. Frau Holl betonte, dass bei der Besichtigung des Hallenbads die Probleme der Lüftungsanlage erkannt wurden und wies darauf hin, dass ein Ausfall der aktuell desolaten Technik verbunden mit einer akuten Lärmproblematik das Schließen des Bads zur Folge hätte. Daher plane man, den Bauabschnitt 1 (Lüftungsanlage) in den Sommerferien (Schließung wie üblich Ende Juni) durchzuführen. Mit einer veranschlagten Bauzeit von 13 Wochen könne das Bad im Oktober 2019 wieder den Betrieb aufnehmen. Die Ausschreibung der Arbeiten müsse auch im Hinblick auf die Sommerpause schnellstmöglich erfolgen. Der mit der Planung der Lüftungsanlage beauftragte Ingenieur Tobias Streit informierte das Gremium zunächst über den Bestand und zeigte anhand zahlreicher Fotos die vorhandenen Mängel auf. Die Lüftungsanlage auf dem Dach datiert aus dem Jahr 1986 und ist aufgrund undichter Türen und trotz schallabsorbierender Matten extrem laut. Die raumlufttechnische Anlage für den Umkleidebereich ist wegen zahlreicher Defekte bereits seit längerem außer Betrieb; hier findet gar keine Luftbewegung statt, was zur Entstehung entsprechenden Schäden führt. Herr Streit legte dem Gremium ausführlich die technischen Details zur Konzeption der neuen Lüftungsanlage dar. Die RLT-Anlage, die für eine adäquate Belüftung von Schwimmbad und Duschen sorgt, wird wieder auf dem Dach installiert. In diesem Zusammenhang wird auch die Dachabdichtung erneuert und eine Deckensanierung in der Schwimmhalle vorgenommen. Die zweite, kleinere RLT-Anlage für die Umkleiden und Nebenbereiche des Hallenbads findet im Keller Platz. Beide Anlagen werden auch schallschutztechnisch auf dem neuesten Stand sein. Für die Lüftungsleitungen werden die alten Schächte genutzt. Die Außenluftansaugung, die sich aktuell auf Straßenniveau befindet, wird im Rahmen der auszuführenden Maßnahmen ebenfalls geändert und angepasst.  Bürgermeister Frederick Brütting schlug zum weiteren Vorgehen vor, die Ausschreibung der Lüftungsanlage wegen des zeitlich notwendigen Vorlaufs noch vor dem Bescheid und unabhängig von der Zuschussbewilligung so einzutakten, dass eine Vergabe der Gewerke in den Gremiumssitzungen (GR und BA) im Mai oder spätestens Juni 2019 erfolgen kann. Ohne den eingeplanten Zuschuss in Höhe von 397.000 € stehen im Haushaltsplan 2019 485.000 € zur Verfügung. Sollte die Stadt Heubach nicht am Zuschussprogramm partizipieren bedeutet dies, dass bei Gesamtkosten für den ersten Bauabschnitt von 627.000 € Mehrkosten von 142.000 € entstehen. Sollte ein LED Zuschuss für die Neuausstattung der Schwimmhalle mit rund 20.000 € gewährt werden, gäbe es immer noch eine Finanzierungslücke von 120.000 € im aktuellen Haushalt. Dem Vorschlag der Verwaltung folgte das Gremium, das sich einig war, dass die Lüftung auch ohne den beantragten Zuschuss saniert werden muss und aus den dargelegten Gründen nicht geschoben werden kann (Wortmeldungen von StR Günther Lux, StR Gerhard Kuhn, StR Thomas Abele und StR Roland Hegele), einstimmig.  Sanierung Schloss - Vergabe Brandschutzgutachten und TragwerksplanungBürgermeister Brütting informierte einleitend, dass man die Feuchtigkeit in der „Grünen Stube“ im Griff habe und die Decke mittlerweile trocken ist. Jetzt könne die Sicherung der Malereien mit dem Restaurator terminiert werden. Er teilte außerdem mit, dass das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium mit der Konzeption grundsätzlich einverstanden ist und der entsprechende Antrag noch in diesem Jahr gestellt werden müsse. Dafür sind noch weitere Planungsleistungen zu vergeben.  Stadtbaumeisterin Holl konkretisierte, dass nach dem erstellten Durchführungszeitplan jetzt das Brandschutzgutachten und die statische Bewertung des Tragwerks beauftragt werden müssen. Die künftige Nutzung wurde bereits festgelegt - Museum und Bibliothek bleiben bestehen, ebenso die „Grüne Stube“ als Trauzimmer. Das Historische Klassenzimmer (Umzug ins Areal Übelmesser innerhalb des nächsten halben Jahres) soll, wenn möglich, für kleinere Empfänge genutzt werden. Als Fachplaner werden von der Verwaltung das Büro für Brandschutzplanung Roland Strobl (bereits bei mehreren Liegenschaften der Stadt tätig) sowie das Büro für Baukonstruktion aus Karlsruhe (Referenz: Dresdner Frauenkirche) empfohlen.  Der Bauausschuss beschloss nach kurzem Meinungsaustausch einstimmig, die beiden spezialisierten Büros wie vorgeschlagen zu beauftragen: Das Büro Roland Strobl mit der Erstellung des Brandschutzgutachtens zu einem Pauschalhonorar von 14.280 € und das Büro für Baukonstruktion mit den Leistungsphasen 1-3 der Tragwerksplanung zu einem Honorar von rund 41.000 €; hinzukommen besondere Leistungen der Bestandserfassung mit 14.754,10 €.   Vergabe Minibagger BauhofBürgermeister Brütting rief in Erinnerung, dass die Anschaffung mit 66.000 € bereits 2018 im Haushaltsplan enthalten war und aufgrund von Überlegungen einer gemeinsamen Beschaffung mit den Umlandgemeinden zunächst zurückgestellt wurde. Nachdem die umliegenden Bauhöfe kein Interesse an der gemeinsamen Anschaffung eines Minibaggers haben und in Heubach derzeit ein Leihgerät (viele Einsatztage und entsprechende Kosten) eingesetzt wird, wurden verschiedene Angebote eingeholt.  Der Leiter des Bauhofs Volker Germann führte aus, dass die angebotenen Maschinen eingehend verglichen und nach verschiedenen Kriterien bewertet wurden. Aufgrund der technischen Bewertung, und des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses wird vom Bauhof-Team der von der Firma Forschner angebotene JCB Bagger Typ 8029 CTS (Baujahr 2019, null Betriebsstunden) zum Kauf vorgeschlagen. Als weiteres wichtiges Argument für dieses Fahrzeug nannte Herr Germann die Möglichkeit, die bereits vorhandenen hydraulischen Handwerkzeuge damit verwenden zu können, die Garantie und die Sicherheit keiner versteckten Mängel wie bei einer gebrauchten Maschine. Die Auftragssumme von 52.943,10 € liegt im vorgesehenen Kostenrahmen.  Das Gremium schloss sich nach kurzem Meinungsaustausch dem Vorschlag der Verwaltung an und beschloss einstimmig die Anschaffung des Minibaggers.  Bekanntgaben, SonstigesStRätin Anika Sturm fragte nach dem Stand bezüglich der Straßenlaterne, die in Lautern in der Bergstraße an der Stichstraße zum Bürglesbühl angebracht werden sollte.
Der Vorsitzende sagte eine entsprechende Information in der Sitzung des Ortschaftsrats zu. StR Günther Lux gab Anfragen hinsichtlich des Wegs zwischen Friedhof- und Bahnhofstraße weiter, der derzeit wegen des Neubaus gesperrt ist. Er erkundigte sich, ob hier nach Fertigstellung ein Umweg über die Wilhelmstraße geplant sei
Bürgermeister Brütting erklärte hierzu, dass von Anfang an eingeplant war, dass die Wegeverbindung erhalten bleibt. Die Fläche gehört weiterhin der Stadt und der Weg werde mit einem leichten Knick und ohne Stufen wieder angelegt. Es werde keinen Umweg über die Wilhelmstraße geben.